3626S32271 - Etablierung einer Methodik zur Analyse des Mikrobioms in Sputum, Speichel und Nasenabstrichen Radon exponierter Personen
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Salzgitter
- Frist
- in 15 Tagen
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Öffentliche Ausschreibung
- Ort der Leistung
- nicht angegeben
- Veröffentlicht
- CPV
- 73100000 Dienstleistungen im Bereich Forschung und experimentelle Entwicklung
Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
Klinische Daten an Strahlentherapiepatienten und experimentelle Daten an Mäusen zeigen, dass Strahlung das Mikrobiom in Darm- und Mundschleimhaut messbar verändert, z.B. Dysbiose und Verschiebung der Bakterienzusammensetzung hin zu proinflammatorischen Taxa. Der Einfluss von Radon auf das Mikrobiom der oberen und tiefen Atemwege ist bislang noch nicht untersucht worden. Um diesen Einfluss untersuchen zu können, sammelt das BfS Bioproben von Personen aus Haushalten mit hohen Radonkonzentrationen (>300 Bq pro Kubikmeter Raumluft) und nach Alter, Geschlecht und Rauchen angeglichene Kontrollen aus Haushalten mit niedrigen Radonkonzentrationen (< 40 Bq pro Kubikmeter Raumluft). Diese Bioproben sollen in einem späteren Projekt mit der Methodik, die hier entwickelt wird, untersucht werden. Das Projekt soll den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik zur Analyse des Mikrobioms aus Sputum-, Speichel-, Mund- und Nasenabstrichproben ermitteln und darauf aufbauend eine geeignete auf DNA-Sequenzierung basierende Methodik etablieren, die eine valide Taxonomie (vor allem Bakterien, evtl. auch Viren und Pilzen) erlaubt, um die quantitative Zusammensetzung des Mikrobioms der oberen Luftwege und Bronchien zu untersuchen. Die hier erzielten Ergebnisse liefern richtungsweisende Informationen zu einer systematischen umfangreichen Untersuchung des Einflusses von Radon auf das Mikrobiom in einem zukünftigen Folgeprojekt.