Tender Republic Ausschreibungen

4724F90201 - Möglichkeiten der Markierung eines geologischen Endlagers in der Bundesrepublik Deutschland (MarkEnd)

Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, BerlinFrist abgelaufen

Frist (abgelaufen)
vor 355 Tagen abgelaufen
Geschätzter Wert
nicht angegeben
Verfahren
Öffentliche Ausschreibung
Ort der Leistung
nicht angegeben
Veröffentlicht
CPV
73000000 Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung

Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.

Beschreibung

Die Weitergabe von Informationen und Wissen über Endlager ist eine zentrale Sicherheitsmaßnahme bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle. Mit § 38 Standortauswahlgesetz (StandAG) ist diese Aufgabe 2017 gesetzlich geregelt und dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) übertragen worden. Die Nuclear Energy Agency (NEA) der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) empfiehlt im Abschlussbericht der Initiative „Preservation of Records, Knowledge and Memory (RK&M) Across Generations“ eine länder- bzw. standortspezifische Strategie („systemic strategy“) zu entwickeln, in der unterschiedliche, sich gegenseitig stützende Maßnahmen zum langfristigen Informations- und Wissenserhalt zusammenwirken. Verschiedene Maßnahmen werden vorgeschlagen, die in einer solchen Strategie eine Rolle spielen könnten, darunter neben der Archivierung von Dokumenten auch die Markierung des Endlagers bzw. des Endlagerstandorts. In einigen Ländern ist die Markierung eines geologischen Endlagers gesetzlich vorgegeben. Von den internationalen Organisationen OECD-NEA und International Commission on Radiological (ICRP) wird der langfristige Informations- und Wissenserhalt (wo Markierung eine Rolle spielen kann) empfohlen bzw. gefordert. Vor diesem Hintergrund möchte das BASE die Bedeutung des Konzeptes Markierung für den Wissenserhalt über Endlager in Deutschland untersuchen lassen, sowohl in gesetzlicher/regulatorischer, als auch in natur- und gesellschaftswissenschaftlicher Hinsicht. Nach Abschluss des Forschungsvorhabens wird das BASE in der Lage sein, in der Öffentlichkeit gestellte Fragen auf der Höhe des Stands von Wissenschaft und Technik beantworten und Entscheidungsträger beraten zu können. In internationalen Fachgremien wird sich das BASE mit vertiefter Kompetenz einbringen können.