Denkmalgerechte Instandsetzung Brikettfabrik "Louise" in Uebigau-Wahrenbrück, OT Domsdorf (Objektplanung)
Verbandsgemeinde LiebenwerdaFrist abgelaufen
- Frist (abgelaufen)
- vor 822 Tagen abgelaufen
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- Ort der Leistung
- Uebigau-Wahrenbrück · Elbe-Elster · Brandenburg
- Veröffentlicht
- Für KMU geeignet
- ja, laut Bekanntmachung
- CPV
- 71000000 Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
Die Gemeinde Domsdorf (rd. 300 Einwohner) ist ein Ortsteil der Städte Uebigau-Wahrenbrück. Uebigau-Wahrenbrück ist seit dem 01.01.2020 im Zuge eines freiwilligen Verwaltungszusammenschlusses mit den Nachbarstädten Bad Liebenwerda, Falkenberg/Elster, und Mühlberg/Elbe die Verbandsgemeinde Liebenwerda. Die Bildung der Verbandsgemeinde Liebenwerda war ein Pilotprojekt der Landesregierung zur freiwilligen Weiterentwicklung der gemeindlichen Ebene im Land Brandenburg. Planungsgegenstand ist das Technische Denkmal Brikettfabrik Louise, welches aus herausragenden Industriegebäuden und -anlagen besteht. Die über 100-jährige Geschichte der Brikettfabrik bis zur ihrer Stilllegung 1991 ist eng mit der Geschichte des Braunkohlenbergbaus und der Veredlung der Braunkohle verbunden. Von den in Mitteldeutschland bzw. in der Lausitz in Betrieb genommenen Fabriken ist nur die Brikettfabrik in Domsdorf erhalten. In dieser im Weitgehend ursprünglichem Zustand erhaltenen Industrieanlage sind wesentliche Etappen der technologischen Entwicklung der Brikettierung auf der Grundlage eines einmaligen historischen Maschinenparks erlebbar. Durch die Vollständigkeit der technischen Ausrüstung, die wesentlichen Etappen der Briket- tierungstechnologie widerspiegelt, erlangt die Brikettfabrik herausragende produktions- und wissenschaftsgeschichtliche Bedeutung. Die ästhetische und landschaftsprägende architektonische Qualität der seit 1992 unter Denkmalschutz gestellte Anlage liegt v. a. in ihrer Korrespondenz und Geschlossenheit der einzel-nen Baukörper der Industrieanlage. Die historischen Gebäude bzw. Gebäudekomplexe sind sehr unterschiedlich in ihrer Ausbildung und Größe. Die darin befindlichen historisch technischen Anlagen sind ebenso wie die Bausubstanz und die Außenanlagen Bestandteil des Denkmals. Ziel der geplanten Maßnahme ist der Erhalt des industriekulturellen Erbes und die Entwicklung eines lebendigen Kulturdenkmales. Vorgesehen ist die schrittweise, denkmalgerechte Sicherung, Sanierung, Restaurierung und Modernisierung der vorhandenen Industriegebäude und -anlagen (soweit nicht bereits erfolgt - wie Schornsteinanlage, das Museum und Verwaltungsgebäude).