Tender Republic Ausschreibungen

Erprobung von genetischen und indikativen Methoden zur Bestimmung von ausgewählten Arten und Organismengruppen in Häfen und potenziellen Vektoren (Ballastwasser)

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, HamburgFrist abgelaufen

Frist (abgelaufen)
vor 713 Tagen abgelaufen
Geschätzter Wert
nicht angegeben
Verfahren
Öffentliche Ausschreibung
Ort der Leistung
nicht angegeben
Veröffentlicht

Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.

Beschreibung

Invasive Arten (engl.: Invasive Alien Species: IAS) sind gebietsfremde oder nicht-einheimische Tier- und Pflanzenarten (Neobiota), die negative Auswirkungen auf Biodiversität und Ökosystemfunktionalität, die menschliche Gesundheit oder die Wirtschaft haben. Insgesamt führen invasive Arten zu Kosten von mehreren Milliarden Euro pro Jahr innerhalb der EU. Aufgrund der globalisierungsbedingt zunehmenden Handelsströme und des Klimawandels wird zukünftig mit einer Zunahme der durch IAS verursachten Probleme gerechnet. Die Verkehrsträger sind in besonderem Maße betroffen, da viele invasive Arten über die Verkehrswege neu eingeschleppt und verbreitet werden. See- und Binnenschifffahrt tragen als Vektoren für die Verbreitung von invasiven Arten, z. B. über das Ballastwasser und/oder das Biofouling am Rumpf der Schiffe, zur Belastung der nativen marinen und limnischen Ökosysteme bei. Um die weitere Einschleppung von nicht-einheimischen Arten über das Ballastwasser zu verhindern, wurde 2004 das Internationale Übereinkommen zur Kontrolle und Behandlung von Ballastwasser und Sedimenten von Schiffen erarbeitet. Es ist am 8. September 2017 in Kraft getreten. Ein wesentlicher Bestandteil des Ballastwasser-Übereinkommens in der sog. D-2 Standard. Die Regel D-2 des Ballastwasser-Übereinkommens schreibt die Güte des einleitenden Ballastwassers vor. Eine große Herausforderung des D-2 Standards ist die Überprüfung und Überwachung der Wassergüte, die bisher oft auf kostenspieligen und zweitaufwendigen morphologischen Identifizierung von Organismen beruht. Erste Erfolge im Kontext der Detektion nicht-einheimischer Arten mit genetischen Methoden sind in einigen Forschungsprojekten nachgewiesen worden. Da in den letzten Jahren in der DNA- Analytik große Fortschritte erzielt wurden und werden, soll in diesem Vorhaben das Potenzial überprüft werden, inwiefern die genetische Methoden im Rahmen des Ballastwasser- Übereinkommens eingesetzt werden könnten. Das Hauptziel des Vorhabens ist es, das Potential von genetischen Methoden im Rahmen des Ballastwasser-Übereinkommens zu bewerten. Dabei sollen, falls vorhanden, Einsatzmöglichkeiten und Praktikabilität von DNA basierten Methoden, v.a. von environmental DNA (eDNA) Verfahren, benannt werden und möglichen Forschungsbedarf aufzeigen.