Tender Republic Ausschreibungen

Errichtung dauerhaft stationärer Weidezaunanlagen

Landesamt für Umweltschutz, Halle (Saale)

Frist (abgelaufen)
keine Frist angegeben
Geschätzter Wert
nicht angegeben
Verfahren
Verhandlungsvergabe, Bauleistung
Ort der Leistung
nicht angegeben
Veröffentlicht

Beschreibung

Mit dem Projekt sollen abschnittsweise fest installierte, baugenehmigungsfreie und dauerhafte Zäune an den Außengrenzen eines Weidegebiets errichtet werden. Die Beweidung wiederum dient der Erhaltung artenreicher und gut entwickelter Grünlandkomplexe mit Halbtrocken- und Borstgrasrasen sowie Frischwiesen im Umfeld der Stadt Ballenstedt am nördlichen Harzrand (Sachsen-Anhalt). Teile der Projektfläche sind Bestandteil des Naturschutzgebiets „Gegensteine - Schierberg“ und weisen eine Häufung von gefährdeten und deutschlandweiten Verantwortungsarten auf. Die Zaunabschnitte mit einer Gesamtlänge von 5.000 Metern sollen in drei Teilbereichen errichtet werden: Steinberg, Schierberg und Konradsburg. Die insgesamt neun Teilabschnitte der Zäune weisen sieben ca. 10 bis 20 Meter breite Durchlässe für Wildtiere auf. Diese Durchlässe sind in die Berechnung der Zaunlänge nicht eingeflossen. Optionale Leistung: Von den genannten 5.000 Metern Gesamt-Zaunslänge sollen 1090 Meter (verteilt auf zwei Zaunsabschnitte im Bereich der Konradsburg bei Ermsleben) als optionale Leistung angeboten werden. Die nachstehend genannten technischen Vorgaben sowie der Zeitraum der Leistungserbringung gelten auch für die optionale Leistung. Die Zauntrassen befinden sich in durchschnittlich mäßig geneigten Gelände. Ebene und schwach geneigte Abschnitte wechseln sich mit stärker geneigten Bereichen ab. Teile der Zauntrasse weisen ein bewegtes Mikrorelief auf. Die Zauntrassen sind weitgehend gehölzfrei und weisen eine magerrasenähnliche Vegetationsstruktur auf. Der Untergrund zeichnet sich durch hochanstehende Gesteine (überwiegend Muschelkalk und Kreidesandstein) aus. Die Zauntrassen sind teils über öffentliche Straßen, teils über Feldwege zu erreichen, verlaufen aber ganz überwiegend durch wegloses Gelände. Einen Überblick über die Flächen, wo die Zauntrassen errichtet werden sollen, geben die angehängten Karten. Die Zäune sind für den langjährigen Einsatz konzipiert (stabile Standzeit ca. 30 Jahre), Material und Bauausführung sind darauf auszulegen. Als Pfosten sollen stark verzinkte Z-EH-Profil-Pfosten (Mindestanforderung Verzinkung nach DIN EN10346 mit Zinkauflage Z350, Wandung 2 mm, mit Einhängelaschen im Raster von 10 cm, die jeweils nach oben und nach unten wirken) verwendet werden. Bei Abweichung von den genannten Mindestanforderungen ist die Gleichwertigkeit des angebotenen Produkts hinsichtlich der Stabilität und Langlebigkeit ausführlich zu begründen. Die Zaunpfosten werden ca. 50 cm tief fest in den Boden eingelassen, erhalten jedoch kein Fundament oder Sockel und sind damit baugenehmigungsfrei (BauGB § 35 (1) i. V. m. BauO LSA §60 (1) 7b). Auf Grund der angestrebten langen Haltbarkeit der zu errichtenden Zäune soll ein Spezial-Knotengittergeflecht mit folgenden Mindestanforderungen (oder gleichwertig) zum Einsatz kommen: hoch zugefeste Zink-Alulegierung mit mind. 1.100 N/mm², Verzinkung mit einer Legierung aus Zink (95%) und Aluminium (5%). Bei Abweichung von den genannten Mindestanforderungen ist die Gleichwertigkeit des angebotenen Produkts hinsichtlich der Zugfestigkeit und Langlebigkeit ausführlich zu begründen. Weiterhin soll das Geflecht folgende Eigenschaften aufweisen: Mindest-Geflechthöhe 200 cm, Anzahl der waagerechten Drähte mindestens 17, Abstand der senkrechten Drähte maximal 15 cm, Drahtabstände 9x10cm/6x15cm/1x20cm, Stärke aller Drähte von mind. 2,5 mm, Belastbarkeit der Knoten von mind. 50 kg/Knoten. Als Untergrabeschutz gegen Wildtiere soll das Knotengittergeflecht nach außen um ca. 50 Zentimeter umgeklappt werden und am Boden anliegen. Zu dessen Verbesserung soll das Knotengittergeflecht ein entsprechendes Gelenk aufweisen. Die Höhe der Zäune soll mindestens 1,50 Meter (gemessen ab der Bodenoberfläche) betragen. Die Errichtung des Zauns hat zwischen 15.09.2023 und 15.11.2023 zu erfolgen. Die Abnahme und Rechnungslegung muss bis zum 30.11.2023 erfolgen. Vom Zustand der Projektfläche vor Beginn sowie nach Abschluss sind jeweils mind. 5 Belegfotos anzufertigen und als digitale Bilddateien dem Auftraggeber an die unten angegebene Kontaktadressen zu übermitteln. Der Beginn und der Abschluss der Arbeiten sind dem Auftraggeber jeweils zeitnah mitzuteilen. Das Vorhaben wird über Fördermittel finanziert. Aus diesem Grund stehen maximal 203.000 Euro (brutto) als Auftragswert zur Verfügung. Im Rahmen des Vergabeverfahrens werden Ortstermin zur Vorstellung der Projektfläche angeboten. Die Teilnahme an dem Termin ist zwingend erforderlich. Folgende Termine stehen zur Auswahl, jeweils 10:00 Uhr und 13:00 Uhr: 15.08.2023 16.08.2023 17.08.2023 18.08.2023. Eine Anmeldung hat spätestens bis zum 14.08.2023, 15:00 Uhr per E-Mail an Frau Rößler oder Herrn Meysel) zu erfolgen (antje.roessler@lau.mwu.sachsen-anhalt.de, frank.meysel@lau.mwu.sachsen-anhalt.de).