Erstellung eines fachlichen Feinkonzepts für das Fachinformationssystem Bodenschutz
Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Halle (Saale)
- Frist (abgelaufen)
- keine Frist angegeben
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Öffentliche Ausschreibung, Dienstleistung
- Ort der Leistung
- nicht angegeben
- Veröffentlicht
Beschreibung
Hinweis: Aufgrund eines nicht ausreichend zur Verfügung stehenden Zeichenvorrats für die Kategorie 3.a) wurde hier ein Auszug aus der Leistungsbeschreibung abgebildet, und zwar die Punkte 2.4 und 3 (siehe Inhaltsverzeichnis). Die vollständige Leistungsbeschreibung finden Sie in den veröffentlichen Vergabeunterlagen. Inhaltsverzeichnis: 1. Einleitung, S. 3 1.1 Das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, S. 3 1.2 Das Umweltinformations- und Managementsystem des LAU, S. 3 1.3 Das Fachinformationssystem Bodenschutz, S. 4 2. Anforderungen, S. 5 2.1 Die Technik des UMS, S. 5 2.2 Technik UMS-Altsystem - FIS Bodenschutz Status quo, S. 5 2.3 Webbasiertes UMS - Rahmen für neue UMS-Anwendungen, S. 5 2.4 Anforderungen an das neue FIS Bodenschutz, S. 7 3. Aufgabenstellung, S. 8 Zu Punkt 2.4 Anforderungen an das neue FIS Bodenschutz Ziel dieser Ausschreibung ist ein fachliches Feinkonzept, welches direkt für die Ausschreibung eines Prototyps des neuen FIS Bodenschutz genutzt werden kann. Schwerpunkte des fachlichen Feinkonzeptes sollen dabei die Erneuerung des FIS Bodenschutz als ein modernes, komfortables und den Anforderungen der unterschiedlichen Nutzergruppen möglichst gerechtes System zur digitalen Datenerfassung, -pflege und -auswertung sein. Im Zuge der Vorbereitung zur Erneuerung wurden folgende Anforderungen bereits formuliert und müssen unbedingt bei der Realisierung des fachlichen Feinkonzepts Berücksichtigung finden: . Konzipierung und Einbindung eines neuen separaten Segments zur Erfassung von Erosionsereignissen innerhalb des neuen FIS Bodenschutz . Aufbau und Funktionen des Systems orientieren sich an den Geschäftsprozessen (Aufgaben), um eine möglichst effiziente Nutzung zu gewährleisten . Neustrukturierung und Ergänzung von Attributen/Feldern sind erforderlich . Migration von Altdatenbeständen (Altdaten müssen in das neue System übernommen werden bzw. als Archiv zur Verfügung stehen) . Einbeziehung/Beschreibung von Schnittstellen zum automatischen Datenabgleich; insbesondere für die Einbindung von externen Daten (z. B. über Livedienste) . Über ein Kartenmodul sollen folgende Möglichkeiten gegeben werden: . Darstellung von Punkt-, Linien- und Flächeninformationen . Einbindung von Geodiensten (z.B. WMS, WFS etc.) . Kombinierte Analyse bzw. Filter-/Abfragen auf Basis von Attributen (auch räumlichen Attributen) . Ausgabe von Karten im aufbereiteten Layout für den Druck . Ableitung/Zusammenstellung von berichtsfähigen Dokumenten . umfangreiche Filter-/Recherchefunktionen, gekennzeichnet durch: . umfangreiche Auswahlmöglichkeit (möglichst alle verfügbaren Attribute) . Speichermöglichkeit für Abfragen (teilbar zwischen den Nutzern) . Exportmöglichkeit als xlsx-, mdb- und shape-Dateien . Im- und Export von Geodaten (Punkt- und Flächendaten) im Amtlichen Bezugssystem (ETRS89/UTM Zone 32N, ehemals LS489) . Wo möglich, sollen Plausibilitätskontrollen und inhaltliche Einschränkungen bei Eingabefeldern eingeführt werden . Einbindung von zahlreichen Katalogfeldern (Stichwort Standardisierung) . Erstellen von Protokollen und Berichten (z. B. im Rahmen der Altlastenstatistik; siehe z. B. Anlage 1.5) . einfacher Login (extern, mehrere Geräte), personenbezogen (gemäß Rechtekonzept) . Änderungsdokumentation (Historie der Bearbeitung) Da sich die Anforderungen an das FIS Bodenschutz mit den Jahren ändern können, muss das neue System bzgl. zukünftiger Anpassungen bzw. Ergänzungen eine gewisse Flexibilität aufweisen. Dies bedeutet, dass bereits im zu erstellenden fachlichen Feinkonzept ein besonderes Augenmerk daraufgelegt wird, ein möglichst offenes bzw. erweiterbares FIS Bodenschutz zu konzipieren, welches über Schnittstellen und umfangreiche Import- Exportmöglichkeiten verfügt. Da zum überwiegenden Teil nur Informationen zum Modul 1 („Erstbewertung“; siehe Anlage 1.2) im FIS Bodenschutz erfasst werden, soll die Anzahl der DSBA-Attribute reduziert werden sowie eine thematische Neustrukturierung und Ergänzung von Attributen erfolgen. Die vorläufigen Attributlisten zu den beiden Segmenten „DSBA“ und „Erosionskataster“ sind in den Anlagen 1.6 und 1.7 zu finden. Für die Ausrichtung des neuen Systems müssen die oben genannten technischen und rechtlichen Vorgaben für die Sicherstellung der Sicherheitsstandards und des Datenschutzes unbedingt berücksichtigt werden. Entsprechend der OZG-Leistung „Altlasten- und Bodenschutzkataster“ müssen antragspflichtige Informationen aus dem FIS Bodenschutz sowie allgemeine, nicht personenbezogene Daten zur Bodenbeschaffenheit zukünftig über Onlinedienste frei zugänglich gemacht werden (siehe Anlage 1.8). Weiterhin sind die Datenübertragungsrate sowie ggf. anfallende Lizenzgebühren bei der Neuausrichtung zu beachten. Zu Punkt 3. Aufgabenstellung Auf Grundlage dieser Ausschreibung soll ein fachliches Feinkonzept gemäß BVB-Planung für das FIS Bodenschutz als moderne zeitgemäße Webapplikation erstellt werden. Zusätzlich wird eine konkret ausformulierte Strategie zur Datenmigration erwartet. Im Ergebnis muss das resultierende schriftliche Dokument inhaltlich und formal so gestaltet werden, dass es als neutrale Ausschreibungsanlage für eine prototypischen Umsetzung des FIS Bodenschutz verwendet werden kann. Ein wichtiges Projektziel ist die vollständige Erfassung aller relevanten Geschäftsprozesse in Form von Personas, d. h. immer wiederkehrende Arbeiten im FIS Bodenschutz sollen aus Anwender-/Nutzersicht beschrieben werden. Dabei soll eine klare einfache Kategorisierung in Pflichtanforderungen und optionale Anforderungen vorgenommen werden. Allerdings muss trotz dieser Aufteilung garantiert werden, dass alle Pflichtaufgaben zusammen die Realisierung eines funktionsfähigen Prototyps ermöglichen. Für eine spätere prototypische Realisierung sollen vom Auftragnehmer schließlich noch die Aufwände von allen Pflichtanforderungen und optionalen Anforderungen einzeln separat in einer tabellarischen Auflistung gegenübergestellt werden. Dass Daten im Zuge der Verarbeitung im fertigen Prototyp eines neuen FIS Bodenschutz nur ein einziges Mal digitalisiert werden und zwar dort, wo diese zuerst anfallen, wird für das gesamte Feinkonzept genauso vorausgesetzt, wie die Tatsache, dass digitalisierte Daten aus Geschäftsprozessen sich in diesem Zusammenhang ausschließlich als tatsächlich maschinenlesbare Informationen verstehen. Ebenso soll die Datenverteilung primär über Geo-/Daten-Dienste geplant werden. Außerdem sollen Möglichkeiten zur Einbindung von relevanten Daten aus anderen Fachinformationssystemen bzw. externen Umwelt-Datenbanken geprüft werden. Die hierfür notwendigen Besprechungen und Interviews mit den beteiligten Behörden bzw. Nutzergruppen finden in den Geschäftsräumen am Standort des LAU in Halle (Saale) statt. Wenn erforderlich, unterstützt das LAU den Auftragnehmer bei der Planung und Organisation der entsprechenden Workshops. Neben den genannten Besprechungen werden mindestens eine Auftaktveranstaltung und eine Abschlusspräsentation des fachlichen Feinkonzepts vor Ort beim Auftraggeber erwartet. Auf die inhaltlichen (rechtlichen) und technischen Vorgaben des UMS, in welches das neue FIS Bodenschutz integriert werden muss, wird hier nochmals explizit hingewiesen. Entsprechend müssen die Kapitel 2.3 und 2.4 sowie die Anlage 1.9 dieser Leistungsbeschreibung unbedingt beachtet werden. Eine Konzeptrealisierung bzw. Softwareprogrammierung ist nicht Bestandteil des Auftrags. Allerdings sollen bereits erste konzeptionelle Designvorschläge (Mockups, Klick-Dummys) im Rahmen des finalen fachlichen Feinkonzepts bereitgestellt werden. Das fachliche Feinkonzept soll innerhalb von 5 Monaten, von Juli bis Mitte November 2023 erstellt werden. Die Abnahme durch das LAU ist für Anfang Dezember 2023 geplant. Für die Umsetzung des fachlichen Feinkonzepts stehen maximal 60.000 Euro (brutto) aus dem Haushalt bereit.