Fächerlotgestützte Erfassung der Mosel-Uferbereiche zwischen km 78,3 und 166,9
Bundesanstalt für Gewässerkunde, KoblenzFrist abgelaufen
- Frist (abgelaufen)
- vor 326 Tagen abgelaufen
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Öffentliche Ausschreibung
- Ort der Leistung
- nicht angegeben
- Veröffentlicht
- Branche
- Ingenieurleistungen
- CPV
- 71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros
Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
Die Herstellung der Durchgängigkeit an den Bundeswasserstraßen ist eine gesetzliche Verpflichtung und hoch prioritäre Aufgabe der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) stellt hierzu die Fachberatung sicher. Um dringende Fragen zur ökologischen Durchgängigkeit an großen Flüssen zu beantworten, wird von der BfG ein Forschungs- und Entwicklungskonzept "Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit an Staustufen von Bundeswasserstraßen" durchgeführt. Ein wichtiger Teil dieses FuE-Konzeptes beinhaltet Fragestellungen zur Funktion von Fischaufstiegsanlagen (FAA). Mit deren Bau soll der gute ökologische Zustand oder das gute ökologische Potenzial gemäß WRRL/WHG ermöglicht werden. Die Funktionsfähigkeit der FAA wird bislang direkt am Standort bewertet. Um über diese Bewertung hinaus einschätzen zu können, ob sich damit auch stabile Populationen der Fischzönose etablieren können, soll ein Modell entwickelt werden, das den Einfluss der Durchgängigkeit auf Fischpopulationen vor dem Hintergrund des jeweiligen Habitatangebotes darstellt. Populationsaspekte, Konnektivität und Habitatverfügbarkeit müssen dafür gemeinsam analysiert werden. Um anhand reeller Daten das Modell kalibrieren und validieren zu können, müssen zu zwei Projektgebieten detaillierte Daten zu den verfügbaren fischrelevanten Habitaten erhoben werden. Die vorliegende Ausschreibung beinhaltet hierfür die Flachwasserpeilungen des Uferbereichs im Projektgebiet "Mosel". Diese sollen größere Lücken zwischen bestehenden Peildaten und Daten der Landesvermessung schließen. Im Rahmen des Vorhabens ist eine Fächerecholoterfassung der Uferbereiche der Mosel sowie einzelner Wehrbereiche durchzuführen. Für die Erfassung sind bemannte und unbemannte Messsysteme möglich. Entscheidend ist, dass neben einer zum Messsystem angemessenen Positionierungs- und Orientierungssensorik Fächerlotsysteme zum Einsatz kommen, die schräge Ufer erfassen bzw. Messungen bis zur Wasseranschlagslinie ermöglichen. Es wird eine hohe räumliche Auflösung angestrebt, die eine feingliedrige Erfassung der Uferbereiche ermöglicht. Bei den Messungen am Ufer ist der Beamwinkel relativ zum Nadir des Trägersystems uferseitig so einzustellen, dass bis zur Wasseranschlagslinie Daten erfasst werden können. Die Erfassung soll in der vegetationsarmen Zeit erfolgen (Winterhalbjahr 2025/2026), damit auch trotz Uferbewuchs eine stabile PDGNSS-Lösung erreicht werden kann. Auch bei „Transferfahrten“ von einem Messbereich zum nächsten sind immer Fächerlotdaten aufzuzeichnen, auch wenn deren Punktdichte aufgrund der höheren Geschwindigkeit geringer ausfallen sollten. Die resultierenden Rohpunktwolken dieser Transferfahrten sind dem AG zu übergeben. Die erfassten Daten sind durch den AN zu prozessieren, wobei folgende Produkte abzuleiten bzw. dem AG zu liefern sind: a) Test- und Kalibriermessungen b) 3D-Rohpunktwolke (attributiert, streifenweise) c) 3D-Punktwolke (attributiert, plausibilisiert, pro Staustufe) Die durch den AN zu erbringenden Leistungen entsprechen den folgenden vier Arbeitspaketen (AP): AP1: Messsystembereitstellung und Nachweis AP2: Messdatenaufnahme AP3: Messdatenprozessierung, Plausibilisierung und Datenlieferung AP4: Dokumentation und Berichtswesen Die vollständige Beschreibung der zu erbringenden Leistungen entnehmen Sie bitte den Vergabeunterlagen
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