FE 15.0750/2026/HRB - Analyse von Schäden am äußeren Korrosionsschutz von vollverschlossenen Brückenseilen
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, Referat Z2, Bergisch GladbachFrist abgelaufen
- Frist (abgelaufen)
- vor 90 Tagen abgelaufen
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Öffentliche Ausschreibung
- Ort der Leistung
- nicht angegeben
- Veröffentlicht
- CPV
- 73000000 Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
Ein maßgebliches Kriterium zur Gewährleistung der Dauerhaftigkeit von Brückenseilen ist ein funktionieren-der äußerer Korrosionsschutz. Bei mehreren Brücken wurden unlängst Ablösungen der Deckbeschichtung am äußeren Korrosionsschutz der vollverschlossenen Seile nach weniger als 20 Jahren Standzeit festgestellt. Diese vorzeitigen Schädigungen deuten auf systematische Auffälligkeiten im Korrosionsschutzsystem hin. Ohne eine Analyse der aktuell beobachteten Schäden besteht das Risiko einer eingeschränkten Dauerhaf-tigkeit des Korrosionsschutzes und somit zu erhöhten Lebenszykluskosten für die Baulastträger. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, auf Basis einer technischen Bewertung der festgestellten Schäden wahrscheinliche Schadensursachen zu identifizieren und darauf aufbauend einen belastbaren und übertrag-baren Untersuchungsansatz für die künftige Applikation von Seilbeschichtungen zu entwickeln. Das Vorha-ben umfasst Einzeluntersuchungen zu Fachfragen technischer Art: die systematische Erfassung und Klassifi-kation der Schäden, Laboruntersuchungen der Beschichtungssysteme, Analyse der Seiloberfläche und klima-tischer Einflüsse sowie die Entwicklung eines Prüfkonzepts für künftige Applikationen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Überarbeitung der technischen Regelwerke, insbesondere der TL-KOR-VVS, der TP-KOR-VVS sowie der ZTV-ING Teil 4-4 und Teil 4-5. Der Nutzen des FE-Vorhabens umfasst die zeitnahe Berücksichtigung der Forschungsergebnisse im Rahmen von bevorstehenden Ausschreibungen von Erhaltungsmaßnahmen, konkret an der Flughafenbrücke Bremen, der Rheinbrücke Beeckerwerth und der Rheinbrücke Neuwied. Dies trägt dazu bei, die Dauerhaftigkeit der erneuerten Korrosionsschutzsysteme zu maximieren und die Lebenszykluskosten der betroffenen Brückenbauwerke zu optimieren.