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FKZ 3723 15 102 0 - Transformation in Klein- und Mittelstädten. Mobilitätsverhalten und Auswirkungen auf Umwelt- und Aufenthaltsqualitäten öffentlicher Räume

Umweltbundesamt, Referat Z 1.5, Dessau-RoßlauFrist abgelaufen

Frist (abgelaufen)
vor 1061 Tagen abgelaufen
Geschätzter Wert
nicht angegeben
Verfahren
Öffentliche Ausschreibung
Ort der Leistung
nicht angegeben
Veröffentlicht

Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.

Beschreibung

ReFoPlan 2023: „Transformation in Klein- und Mittelstädten. Mobilitätsverhalten und Auswirkungen auf Umwelt- und Aufenthaltsqualitäten öffentlicher Räume“ Zahlreiche Studien und Mobilitätserhebungen zeigen, dass es schwierig ist, Menschen von der Nutzung des konventionellen Pkw zum Umstieg auf andere Mobilitätsformen zu überzeugen. Dies gilt auch und besonders in Klein- und Mittelstädten, die in der Diskussion „Großstadt vs. ländlicher Raum“ kaum oder gar nicht betrachtet werden. Hier ist der Nutzungsdruck auf öffentliche Räume geringer, weil sich Nutzungen leichter verteilen lassen (Parken, Wohnen, Grün, Einkaufen). Zudem spielt die Automobilität eine größere Rolle, oft auch mangels Alternativen. Der öffentliche Raum wird also z.T. stärker vom Auto dominiert als in Großstädten, was dazu führt, dass sich die Stadtgesellschaft weniger in öffentlichen Räumen konstituiert. Abgeschlossene Forschungsvorhaben des Umweltbundesamts haben es Bürger*innen in einer Großstadt und einem ländlichen Landkreis ermöglicht, Mobilitätsformen abseits der individuellen Nutzung eines Pkw mit Verbrennungsmotor auszuprobieren, ihre Erfahrungen in Beteiligungsformaten zu reflektieren und daraus Empfehlungen zu entwickeln. Für die Transformation des Mobilitätsverhaltens haben diese Projekte gezeigt, dass sich die von Alltagsroutinen geprägte individuelle Mobilität nicht primär durch Appelle verändert, sondern durch die Gestaltung eines Erfahrungsraumes, der Erlebbarkeit, Dialog und Interaktion verbindet. Diese Erkenntnisse sollen nunmehr für Nutzergruppen speziell in Klein- und Mittelstädten außerhalb von Ballungszentren fortentwickeln werden. Dabei ist es vor allem von Interesse, ob die in den Vorgängervorhaben gewonnenen Erkenntnisse aus einer Großstadt und einer ländlichen Region auf diese Räume ebenfalls Anwendung finden können und welche Besonderheiten hier auftreten. In einer Praxisphase soll eine Gruppe von Bürger*innen die Möglichkeit erhalten, ausgewählte Optionen für klimafreundlichere Mobilität im Alltag zu testen. In Dialogveranstaltungen sollen Bürger*innen zudem mit Vertreter*innen der kommunalen Verwaltung Chancen und Herausforderungen einer Transformation des Mobilitätsverhaltens in ihren Kommunen diskutieren und die Machbarkeit und Umsetzungsmöglichkeiten erörtern. Es geht auch um die vielfältigen Möglichkeiten, wie ein konkreter, zentral gelegener öffentlicher Raum bei reduzierter Automobilität anders genutzt werden kann. Durch Begehungen und innovative Aktionen im Stadtraum sollen Umnutzungsmöglichkeiten nicht nur vor Ort diskutiert, sondern auch vorstellbar und erlebbar werden.