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FKZ 3724 NK 601 0 - Basiserhebung Bodenbiodiversität - Referenzwerte und Wirkungsmonitoring

Umweltbundesamt, Referat Z 1.5, Dessau-RoßlauFrist abgelaufen

Frist (abgelaufen)
vor 663 Tagen abgelaufen
Geschätzter Wert
nicht angegeben
Verfahren
Öffentliche Ausschreibung
Ort der Leistung
nicht angegeben
Veröffentlicht

Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.

Beschreibung

ANK 2024: „Vorbereitung und Durchführung einer bundesweiten Basiserhebung der Bodenbiodiversität: Bestimmung lebensraumtypischer Referenzwerte für den guten ökologischen Bodenzustand, Untersuchung von Wirkungszusammenhängen, Etablierung eines bundesweiten Messnetzes.“ Böden beherbergen ca. 60% der Biodiversität auf Erden; die Aktivität der Bodenorganismen steuert Nährstoffumsatz, Humusbildung, Schadstoffabbau und die Entwicklung der Bodenstruktur. Resultierende Ökosystemdienstleistungen sind zentral für den natürlichen Klimaschutz und vermindern die Auswirkungen der Klimakrise. Schadstoffeinträge, Dürren und Bodenerosion beeinträchtigen die Bodenbiodiversität. Die Diversität der Bodenorganismen ist in typischer Zusammensetzung in den verschiedenen Lebensräumen der Landschaft etabliert. Aufgrund fehlender Informationen sowohl über die Referenzgemeinschaften für einen guten ökologischen Bodenzustand als auch der Abweichungen davon ist jedoch die Beurteilung der Vielfalt und Resilienz der Bodenbiodiversität gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels und anderer Stressoren zurzeit nur sehr eingeschränkt möglich. Um Maßnahmen zum Erhalt und zur Wiederherstellung der Bodenbiozönose abzuleiten, sollen im Projekt: - Methodenstandards für die Erfassung der Diversität von Bodenorganismen abgestimmt werden, um die messnetzübergreifende Vergleichbarkeit der Daten zu verbessern; - eine Basiserhebung für verschiedene Böden und Landnutzungsarten durchgeführt werden, um lebensraumtypische bodenbiologische Referenzwerte für einen guten ökologischen Bodenzustand abzuleiten - das Wirkungsgefüge mit Hilfe der erhobenen Begleitgrößen analysiert, um Ursachen für Veränderungen in der Bodenbiodiversität zu verstehen und nutzungsspezifische Maßnahmen abzuleiten - messbare Indikatoren abgeleitet, um die Wirksamkeit und Effizienz der Maßnahmen zu überprüfen. - im Projekt soll zudem ein Datenhaltungs- und -auswertungskonzept etabliert werden, um die Ergebnisse der Basiserhebung mit bestehenden Monitoringaktivitäten zur Erhebung der (Boden)Biodiversität und anderen relevanten Parametern der Bodengesundheit zu verzahnen. Langfristig soll ein bundesweites Messnetzes zur Bodenbiodiversität verstätigt werden.