FKZ FKZ 3724 64 702 0 - Beyond Life Apex - Systematische Nutzung von Monitoringdaten im Chemikalienmanagement zu Belastung und Anreicherung von Stoffen in Spitzenprädatoren
Umweltbundesamt, Referat Z 1.5, Dessau-RoßlauFrist abgelaufen
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Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
Refo-Plan 2024: „Beyond Life Apex - Systematische Nutzung von Monitoringdaten im Chemikalienmanagement zu Belastung und Anreicherung von Stoffen in Spitzenprädatoren“ Die Ziele des Vorhabens sind es, das Eco-Exposome (einschließlich chemischer Mischungen) aquatischer und terrestrischer Nahrungsketten und Ökosysteme zu untersuchen sowie effektbasierte Methoden zu entwickeln, die dazu genutzt werden können regulierungsbedürftige Substanzen unter REACH (und anderen Stoffvollzügen) zu identifizieren, zu priorisieren und letztendlich zu regulieren. Der Fokus des Projekts liegt dabei auf dem Generieren von „real-life“ Schadstoff-Monitoringdaten in Biota, insbesondere Spitzenprädatoren. Der zweite Fokus liegt auf der Anwendung und Entwicklung von Methoden zur Effektbewertung in Spitzenprädatoren (Säuger und Vögel). Daneben soll der Bewertungsansatz zur Interpretation von Gewebekonzentrationen von Chemikalien im Rahmen der Toxizitätsbewertung und Mischungsbewertung weiterentwickelt werden, um die zukünftige Nutzung von Biomonitoringadaten in der Regulatorik zu voranzubringen. Die im Projekt erarbeiteten Ergebnisse und Konzepte sollen zu Projektende auf einem internationalen Workshop mit wissenschaftlichem und behördlichem Fachpublikum in Zusammenarbeit mit dem UBA diskutiert werden. Das Projekt setzt sich aus 6 Arbeitspaketen zusammen. AP 1 soll eine Literaturrecherche zur Interpretation von Gewebekonzentrationen in Säugern und Vögeln erfolgen. In AP 2 sollen Organismen verschiedener aquatischer und terrestrische Nahrungsketten (z.B. Agrarlandschaft, Wald, Stadt, Kleingewässer, Fließgewässer, stehendes Gewässer und Meer) und Trophie-Ebenen beprobt werden. Die Proben sollen mittels mit Suspect Screening sowie breiten Targetansätzen auf das Vorkommen von Stoffen und deren Ko-Exposition untersucht werden. Daneben sollen stabile Isotopen-Analysen und ggf. telemetriegestütze Methoden genutzt werden, um die Belastung räumlich und zeitlich mit dem Nahrungsverhalten der untersuchten Topprädatoren zu korrelieren und Schadstoffquellen zu beleuchten. AP 3 sollen dann Methoden zur Effektbewertung in Spitzenprädatoren (Säuger, Otter, Greifvögel) auch bioanalytische Effektmarker untersuchen, um eine Verknüpfung der gemessenen Gewebskonzentrationen zu negativen Effekten auf den Organismus zu ermöglichen - hierbei könnten Ansätze aus dem Humantoxikologie erste Anhalte geben. In AP 4 sollen dann die (statistische) Datenanalyse erfolgen der in AP 2 & 3 erzeugten Daten um das Verhalten der Stoffe innerhalb der Nahrungsketten und die Expositionsunterschiede von Stoffen verschiedener Trophiestufen und Ökosystemen besser zu verstehen. AP 5 sollen dann basierend auf den Felddaten (Expositions- und Effektdaten) sowie weiteren ökotoxikologisch relevanten Daten eine Priorisierung aller detektieren Stoffe erfolgen die der weiteren Bewertung und Regulierung der (potentiell) umweltgefährlichen Stoffe durch UBA und anderen EU Behörden dienen. AP 6 umfassen die Kommunikation und das Projektmanagement.