KI-gestützte Individualerkennung von CITES Anhang A-Arten als Kennzeichnungsmethode
Bundesamt für Naturschutz, BonnFrist abgelaufen
- Frist (abgelaufen)
- vor 339 Tagen abgelaufen
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Öffentliche Ausschreibung
- Ort der Leistung
- nicht angegeben
- Veröffentlicht
- CPV
- 75131000 Dienstleistungen für die öffentliche Verwaltung
Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
Aufgrund der geltenden gesetzlichen Regularien ist eine individuelle Kennzeichnung lebender Exemplare für die Haltung und den Handel mit geschützten Arten obligatorisch. Als Kennzeichnungsmethode für Reptilien ist in Deutschland gemäß Bundesartenschutzverordnung neben Transpondern, die individuelle fotografische Dokumentation vorgesehen. Aufgrund der gegebenen rechtlichen Bedingungen und natürlichen Artspezifischen Begebenheiten findet die Fotodokumentation als Kennzeichnungsmethode eine breite Anwendung. Die Fotodokumentation basiert auf dem Prinzip, dass jedes Tier einer Art individuelle charakteristische Körpermerkmale wie natürliche (Farb-)Muster oder Schuppenanordnungen hat. Diese Merkmale verändern sich im Laufe des Lebens nur wenig oder vorhersagbar, wodurch sie eine dauerhafte individuelle Erkennung ermöglichen. Im Artenschutzvollzug muss derzeit die Überprüfung der Fotodokumentation durch einen manuellen, visuellen Abgleich der Bilder durchgeführt werden. In der angewandten wissenschaftlichen Forschung ist der Einsatz automatisierter Fotoidentifikationssoftware zur Unterscheidung von Individuen einer Tierart für viele Arten bereits etabliert worden. Das Ziel des Vorhabens ist die Erprobung einer KI-Methode, die in der Lage ist, ausgewählte Reptilienarten des Anhang A-Arten der VO (EG) Nr. 338/97 auf Basis KI-gestützter Bilderken-nung anhand ihrer individuellen Muster als Individuum zu klassifizieren. Neben der Erprobung ist eine technische Dokumentation anzufertigen.