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Klinikweite patientennahe Sofortanalytik (POCT) - Blutgasanalytik

Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main

Frist (abgelaufen)
keine Frist angegeben
Geschätzter Wert
nicht angegeben
Verfahren
Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb
Veröffentlicht
Laufzeit
01.01.2024 bis 31.12.2028
CPV
38434520 Blutanalysegeräte

Beschreibung

Das Zentrallabor ist für die klinikweite patientennahe Sofortanalytik (POCT) verantwortlich und damit zentraler Ansprechpartner. Eines der Ziele ist der vollständige und zeitnahe Transfer und die Weiterverarbeitung der erhobenen POCT-Ergebnisse (LIS) in das Patientendokumentationssystem Orbis der Firma Dedalus (KIS) und in das PDMS (Patientendatenmanagementsystem) MetaVision der Firma iMDsoft. Die Blutgasanalytik (BGA) im UKF wurde im Jahr 2013 ausgeschrieben und im Zuge dessen hat die Fa. Radiometer den Zuschlag erhalten. Aus einem heterogenen Gerätepark, wurde dadurch ein einheitlicher Gerätepark der Fa. Radiometer. Geräte auf der Station 14-2 B und der nephrologischen Ambulanz wurden bereits gekauft und befinden sich im Eigentum der UKF. Nebst Service und Wartung wurde die Bevorratung der gängigen Verbrauchsartikeln und die entsprechende IT-Infrastruktur aufgebaut. Fa. Radiometer ist auf dem Markt im Bereich Blutgasanalytik Weltmarktführer und besitzt mit dem FlexQ-Modul eine einzigartige Technologie und hält mehrere Patente für die Blutgas-Analysatoren, Probennehmer (Sampler) und Systeme. Das FlexQ-Modul erlaubt es drei Proben gleichzeitig in das Blutgasanalysegerät einzulesen. Währenddessen kann das medizinische Personal in der Zwischenzeit andere Tätigkeiten ausüben. Dies entlastet das medizinische Fachpersonal enorm und hilft dabei Personalkosten zu sparen und effizient einzusetzen. Bei einem Messaufkommen von ca. 355.000 Proben jährlich, spart dies in etwa 5.228 Arbeitsstunden ein. Das entsprechende Modul ist in den Hochdurchsatzstationen bzw. in den Intensiv-Bereichen eingesetzt und etabliert, das Personal bereits entsprechend geschult. Ohne das FlexQ würden wir insgesamt mehr Geräte in den Intensiv-Bereichen benötigen, um die annähernde Versorgungsqualität zu gewährleisten. In den Intensiv-Bereichen würde bei einem Systemwechsel auf einen anderen Anbieter, das Geräteverhältnis bei 1:2 liegen. D.h. für ein Radiometergerät benötigt man zwei Geräte anderer Firmen, um annährend die Leistung zu kompensieren. Darüber hinaus müssten alle 2000 aktiven Nutzer eingewiesen werden. Ein Systemwechsel würde bedeuten, dass wir auch mehr Stellfläche zur Verfügung bräuchten und mehr Personalkosten einkalkulieren müssten. Gerade in den Intensiv-Bereichen ist der Platz nicht ausreichend, um weitere Geräte aufzustellen. Auch der anhaltende Personalmangel im Krankenhaussektor zwingt uns immer mehr in Richtung Automatisierung und effizienten Lösungen und Abläufen. Auch bei den kleineren Kassettengeräten von Fa. Radiometer (ABL 90), lassen sich mit 45µl Blut, 17 Parameter bestimmen. Im direkten Wettbewerb ist kein anderer Hersteller in der Lage das umzusetzen. Andere Hersteller brauchen mehr als das doppelte Blutvolumen. Gerade bei den Frühgeborenen in der Neonatologie ist das therapieverbessernd. Eine Umstellung auf einen anderen Anbieter hätte zur Folge, dass auch eine neue IT-Schnittstelle von unserer DICT eingerichtet werden müsste. Die Kosten hierfür können schätzungsweise 100.000 € betragen, da neben der Einrichtung, auch die Wartung abgebildet werden müsste.

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