Markterkundung zur 360° -Kamerabefundung an Schienenfahrzeugen der Deutschen Bahn AG
- Frist (abgelaufen)
- keine Frist angegeben
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Lieferung
- Veröffentlicht
- Für KMU geeignet
- keine Angabe des Auftraggebers
- Branche
- Labor und Messtechnik
- CPV
- 38540000 Maschinen und Geräte zum Prüfen und Messen43800000 Werkstattausrüstung
Beschreibung
Bei einem ambitionierten Wachstumskurs benötigt die Deutsche Bahn AG eine zuverlässige Fahrzeugflotte und eine leistungsfähige Instandhaltung. Neben weiteren Handlungsfeldern ist die Digitalisierung und Automatisierung dabei ein wichtiger Hebel und zahlt maßgeblich auf dieses Ziel ein. Das Programm Zugkraft IH wurde 2024 durch den Konzernvorstand gestartet. Im Zielbild des Programms setzt die DB den Industrie- und Branchenstandard für die digitale Instandhaltung von Fahrzeugen. Damit sichern wir die Wachstumsziele der Starken Schiene und eine effiziente und leistungsfähige Fahrzeuginstandhaltung mit optimierten Kostenstrukturen und deutlich reduzierten Personalbedarfen ab. Sichtprüfungen stellen einen wesentlichen Teil der Instandhaltungstätigkeiten im Rahmen planmäßiger Aufenthalte (Nachschauen und Fristen) dar. Das Projekt „Automatisierung - 360°-Kamerabefundung“ des Programms hat das Ziel, die Sichtprüfungen aus der Nachschau und den Fristen mittels Kamerabefundung zu digitalisieren und durch den Einsatz künstlicher Intelligenz zu automatisieren. Darüber hinaus soll durch die automatisierte und regelmäßige visuelle Erfassung und Befundung der Züge der Instandhaltungsbedarf frühzeitig ermittelt werden, um die Instandhaltungsprozesse zu optimieren. Hierfür werden Kameraanlagen beschafft und installiert, eine IT-Umgebung zur KI-gestützten Auswertung der Bilder entwickelt und neue Prozesse erarbeitet und eingeführt. Die 360°-Befundung der Fahrzeuge erfordert Aufnahmen von der Unterseite, der Oberseite sowie den Seiten der Fahrzeuge. In der Vergabe werden Beispielbilder der benötigten Perspektiven zur Verfügung gestellt. Die Bilder werden über eine Schnittstelle an eine DB-Cloud übermittelt und in einer DB-eigenen Software analysiert und ausgewertet. Teil des Lieferumfangs sind die Tragwerkskonstruktion, die Kameras sowie die benötigte Software, um die Fahrzeuge zu erkennen (mittels RFID- und/oder UIC-Erkennung), die Kameras auszulösen und die Bilder über die Schnittstelle bereitzustellen. Die Kameratore sollen deutschlandweit installiert werden. Kameratore können sowohl auf dem Betriebsgelände (geringe Geschwindigkeiten, kein Fahrgastbetrieb) als auch auf der Strecke (höhere Geschwindigkeiten, Fahrgastbetrieb) installiert werden. Die Präferenz der beteiligten Abteilungen liegt derzeit auf dem Betriebsgelände, sollte jedoch im Rahmen der Vergabevorbereitung diskutiert werden. Für einige Standorte wird im Rahmen der Vergabe eine Standortanalyse mit den wichtigsten Eckdaten zur Verfügung gestellt. Der Umfang der Vergabe befindet sich derzeit noch in Klärung und wird voraussichtlich zwischen 7 und 20 Kameratoren für unterschiedliche Gesellschaften der DB liegen. Im Zuge der Vergabevorbereitung werden die Gesamtmenge sowie die Anzahl verbindlicher und optionaler Abrufe festgelegt. Die Vorbereitung der Vergabe wurde gestartet. In geplanten Workshops und Industriegesprächen werden nun die Anforderungen geschärft und mit den Bedarfen der einzelnen Gesellschaften in Einklang gebracht. Die Deutsche Bahn bietet zwei Termine für alle interessierten Firmen an, bei denen das Vorhaben nochmals erläutert wird und offene Fragen beantwortet werden können. Diese Termine sind für die Kalenderwochen 22/23 sowie 27 vorgesehen. Eine Teilnahme an beiden Runden wird empfohlen. Fragen, die in der ersten Runde aufkommen, werden in Workshops mit den beteiligten Regionen und Werkstätten aufgearbeitet und in der zweiten Runde beantwortet. Bei Interesse senden Sie bitte unter Angabe der Bekanntmachungsnummer und in deutscher Sprache bis zum 22.05.2025 eine Mail an ines.bartl@deutschebahn.com. Die Vergabe soll in der zweiten Jahreshälfte starten und Anfang 2026 abgeschlossen werden. Der Abruf der Kameratore wird in Abstimmung mit den Lieferanten und Konzerngesellschaften über die Jahre 2026, 2027 und 2028 verteilt erfolgen.
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