Tender Republic Ausschreibungen

Quantitative Fragebogenerhebung zur arbeitsbedingten psychischen Belastung von schwangeren, berufstätigen und studierenden Frauen

Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, KölnFrist abgelaufen

Frist (abgelaufen)
vor 707 Tagen abgelaufen
Geschätzter Wert
nicht angegeben
Verfahren
Öffentliche Ausschreibung
Ort der Leistung
nicht angegeben
Veröffentlicht

Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.

Beschreibung

Es soll eine Auftragnehmerin bzw. ein Auftragnehmer oder ein Konsortium damit beauftragt werden, die Arbeits- und Gesundheitssituation von schwangeren, berufstätigen Frauen insbesondere zu psychischen Belastungsfaktoren in einer quantitativen online-basierten Fragebogenerhebung zu untersuchen. Im Rahmen des Projekts sollen psychische Belastungsfaktoren und die Beanspruchung sowie die Inanspruchnahme von bestehenden Arbeitsschutzmaßnahmen, weitere Arbeits- und Gesundheitsschutzbedarfe und Unterstützungsbedürfnisse von schwangeren, berufstätigen und studierenden Frauen ermittelt und in einem Bericht aufbereitet werden. Ziel des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) ist es, eine verantwortungsvolle Abwägung zwischen dem Gesundheitsschutz für eine schwangere oder stillende Frau und ihr (ungeborenes) Kind einerseits und der selbstbestimmten Entscheidung der Frau über ihre Erwerbstätigkeit andererseits sicherzustellen. Es sollen die Rechte der Frauen gestärkt werden, dem Beruf, der Ausbildung bzw. dem Studium während Schwangerschaft und Stillzeit ohne Beeinträchtigung ihrer Gesundheit und der ihres Kindes weiter nachzugehen. Um die Umsetzung der mutterschutzrechtlichen Vorgaben zu erleichtern, wurde der Ausschuss für Mutterschutz (AfMu) als Gremium unabhängiger Expertinnen und Experten beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtet. Der AfMu soll Regeln und Empfehlungen erarbeiten, die Orientierung bei der praxisgerechten Umsetzung der mutterschutzrechtlichen Regelungen bieten. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung Arbeitgebender, betriebsärztlicher Dienste, Schwangerer, und weiterer Personen und Stellen, die mit der Umsetzung des Mutterschutzgesetzes befasst sind. Derzeit existieren in Deutschland nur unzureichende wissenschaftliche Erkenntnisse zur psychischen Belastung, Beanspruchung und Beanspruchungsfolgen im Kontext beruflicher Tätigkeit während der Schwangerschaft. Es fehlen evidenzbasierte, repräsentative Studien, die eine Kategorisierung der Art und Häufigkeiten beruflicher (insbesondere psychischer) Belastungsfaktoren während der Schwangerschaft beleuchten. Diese stellt jedoch die Voraussetzung für die Erstellung, Akzeptanz und Verbreitung von Handlungsempfehlungen des Ausschusses für Mutterschutz dar. Folgende Leistungen sollen erbracht werden: Erhebung, Auswertung und Analyse grundlegender Daten zur psychischen Belastung von schwangeren Frauen bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium. Ziel ist es, statistisch belastbare Aussagen über arbeits- und gesundheitsschutzrelevante Erkenntnisse zur Arbeits- und Gesundheitssituation von schwangeren, berufstätigen oder studierenden Frauen in Deutschland zu gewinnen, sowie Optimierungsbedarfe zu benennen. Zu diesem Zweck sollen insbesondere Schwangere in Betrieben und Ausbildungseinrichtungen befragt werden. Erkenntnisleitende Fragestellungen des Projekts sind: - Welche arbeitsbezogenen Anforderungen, psychischen Belastungsfaktoren und Ressourcen werden von schwangeren, berufstätigen Frauen bei der Arbeit erlebt? - Welche physische und psychische Beanspruchung und Beanspruchungsfolgen erleben die schwangeren, berufstätigen Frauen besonders häufig? - Welche Bedürfnisse und Verbesserungsvorschläge bestehen seitens der schwangeren, berufstätigen oder studierenden Frauen hinsichtlich des Angebotes von Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen sowie Präventionsmaßnahmen? - Welche Arbeitsschutzmaßnahmen sind bereits in der Praxis etabliert und welche Maßnahmen sind aus Sicht der Schwangeren zu empfehlen?