Labor- und Bürogebäude 04.18 - Neubau HOVER - (Helmholtz Forschungs- und Versuchsplattform zur Entsorgung radioaktiver Abfälle und zum Rückbau kerntechnischer Anlagen)
Forschungszentrum Jülich GmbH -Team Bau-, Jülichvergeben
- Frist (abgelaufen)
- vor 770 Tagen abgelaufen
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb, Dienstleistung
- Ort der Leistung
- Jülich · Düren · Nordrhein-Westfalen
- Veröffentlicht
- Laufzeit
- 17.11.2025 bis 01.09.2029
- Branche
- Ingenieurleistungen
- CPV
- 71320000 Planungsleistungen im Bauwesen
Beschreibung
Vergabegegenstand ist die Generalplanung für den Neubau des Gebäudes HOVER (04.18) auf dem Campus des Forschungszentrums Jülich. Der Leistungsumfang der Generalplanung umfasst folgende Leistungsbilder: - Objektplanung gem. § 34 HOAI - Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI - Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI Planungs- und Beratungsleistungen: - Wärmeschutz und Energiebilanzierung gem. AHO Heft 23/ Anlage 1.2 HOAI - Bau- und Raumakustik gem. Anlage 1.2 HOAI ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Im Rahmen von HOVER soll ein neues Laborgebäude mit angrenzendem Bürogebäude mit 30 Arbeitsplätzen entstehen, in dem langfristige, materialwissenschaftliche Untersuchungen mit modernsten analytischen Methoden an bzw. mit radioaktiven Stoffen und Abfallmaterialien durchgeführt werden können. Hierzu gehört der offene Umgang mit alphastrahlenden Radionukliden und kleiner 15g Kernbrennstoffen (geplante genehmigungsrechtliche Einstufung nach § 12 (1) Nr. 3 Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) und DIN 25425 (ganze Normenreihe)) in entsprechenden radiochemischen Laboren, die als Kontrollbereiche gemäß § 58 (2) Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) mit den dafür erforderlichen spezifischen Infrastrukturen u.a. mit hochwertigen Lüftungsanlagen und Abwasserauffanganlage sowie Strahlenschutzinstrumentierung ausgeführt werden sollen. Die Laborräume werden in Raumkategorien nach DIN 25425-1 eingestuft (RK 0-3), und diese DIN schreibt die jeweils vorzusehenden strahlenschutztechnischen und sicherheitstechnischen Einrichtungen vor. Die in Jülich geplante Laborinfrastruktur wird ein Eckpfeiler des Helmholtz-Forschungsprogramms NUSAFE (Nuclear Waste Management, Safety and Radiation Research) darstellen und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten HGF-Zentren KIT (Karlsruher Institut für Technologie, HZDR (Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf) und Forschungszentrum Jülich weiter verstärken. Das geplante materialwissenschaftliche Radionuklidlaboratorium HOVER in Jülich soll auch als Nutzungseinrichtung für Universitäten und Industrie zugänglich sein und gleichzeitig helfen, den Kompetenzerhalt in der nuklearen Entsorgung langfristig sicherzustellen. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Planungsleistungsumfang: Die durch die Zuwendungsgeber genehmigte Kostenobergrenze für das Projekt liegt bei 23.839.000 €. Das Projekt soll mit der Planungsmethode BIM bearbeitet werden. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Bei der Planung des Gebäudes sind nachfolgend aufgeführte Punkte besonders zu berücksichtigen: ▪ Schwingungstechnische Isolation des Gebäudes gegenüber dem Gelände der Forschungszentrum Jülich GmbH und der hieraus folgenden Einflüsse. ▪ Schwingungstechnische Isolation (Entkopplung) der Mikroskop-Fundamente (Schwingfundamente) im Gebäude. ▪ Minimierung der negativen Auswirkungen von Strahlenquellen durch möglichst massive Ausführung der Wände, Decken und Böden (bei Gipskartonbauweise ist Blei und Sicherungseinlage teilweise vorzusehen) ▪ Umsetzung der DIN-Vorgaben DIN 25425 (ganze Normenreihe) entsprechend RK, darunter sind auch einige Labore mit der höchsten Kategorie RK3 (d.h. sehr hohe Anforderungen an die TGA) ▪ Das Isotopenlager muss als Raum sehr hohen Sicherungsanforderungen genügen (keine Fenster, sehr massiv, höchste Diebstahlschutz- und Brandschutzklasse. ▪ Große Auffanganlage mit Möglichkeit der Puffer- bzw. Abklinglagerung (Minimum 4 x 5 m³) ▪ Realisierung raumlufttechnischer Anlagenteile, Kühlwasserversorgung, technische Gase VE-Wasser, usw. Die hierzu notwendigen Unterlagen und Daten der aufzustellenden Geräte werden durch den Auftraggeber nach Auftragsvergabe dem Auftragnehmer zur Verfügung gestellt. Die Baumaßnahme wird als Zuwendungsbaumaßnahme mit Mitteln des Bundes (90 %) und des Landes NRW (10 %) finanziert. Die Realisierung des Bauvorhabens steht unter dem Finanzierungsvorbehalt der Zuwendungsgeber. Der Auftrag umfasst ebenfalls die Erstellung der Antrags- und Bauunterlagen gem. den Richtlinien für die Durchführung von Zuwendungsbaumaßnahmen (RZBau). Das Gebäude, einschl. Büroteil soll nach der geltenden BNB-Systemvariante Laborgebäude (BNB_LN_V2020) zertifiziert werden. Die Ausschreibung der Bauleistungen und Baubeginn sind abhängig von der zunächst zu erarbeitenden Kostenschätzung und anschließenden Genehmigung des Budgets. Die Fertigstellung/ Übergabe an Nutzer ist im 4. Quartal 2029 geplant. Flächenbedarf für den Neubau Labor- und Bürogebäude : • Labor-/Kontrollbereich 650 m² (NUF) • Bürobereich 419 m² (NUF) • Sozial- und Lagerbereich 143 m² (NUF) Kosten-/ Planungsobergrenze: Die vom Fördergeber genehmigte Kostenobergrenze für das Labor- und Bürogebäude beträgt: 23,839 Mio. € netto für die Kostengruppen 200-700. Die Kosten teilen sich wie folgt auf: KGR 200 136.418,00 € netto KGR 300 5.052.143,00 € netto KGR 400 12.250.523,00 € netto KGR 500 355.146,00 € netto KGR 600 854.888,00 € netto KGR 700 5.190.800,00 € netto* KGR 200-700 23.839.918,00 € netto *Besondere Vereinbarung zum Umgang mit der KG 700 (Kostenobergrenze) siehe GP-Vertragsentwurf §11 Projektkosten, 11.2 Kostenobergrenze Die Bedarfsermittlung erfolgte über eine Machbarkeitsstudie, die im Oktober 2023 abgeschlossen wurde. Das Ergebnis der Studie wird den Ausschreibungsunterlagen beigefügt. -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
3 Lose
- Los 1GENERALPLANUNG
Vergabegegenstand ist die Generalplanung für den Neubau des Gebäudes HOVER (04.18) auf dem Campus des Forschungszentrums Jülich. Der Leistungsumfang der Generalplanung umfasst folgende Leistungsbilder: Objektplanung gem. § 34 HOAI Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI Planungs- und Beratungsleistungen: Wärmeschutz und Energiebilanzierung gem. AHO Heft 23/ Anlage 1.2 …
Zuschlag: kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Köln
ohne Wert - Los 2ELT Planung
Der Auftragnehmer (AN) soll den Auftraggeber (AG), insbesondere den Fachbereich Elektrotechnik (B-E), bei der Ausübung seiner Aufgaben möglichst flexibel und schnell durch seine Dienstleistung bei der Planung unterstützen. Die Planung wird dabei nach Kostengruppen entsprechend DIN 276 bzw. HOAI §53 wie folgt gegliedert: KG 400 Bauwerk-Technische Anlagen • KG 440 Starkstromanlage / Anlagengruppe 4 …
Zuschlag: IGE Ingenieurgesellschaft für Elektrotechnik mbH, Bornheim
ohne Wert - Los 3ELT-Planung
Der Auftragnehmer (AN) soll den Auftraggeber (AG), insbesondere den Fachbereich Elektrotechnik (B-E), bei der Ausübung seiner Aufgaben möglichst flexibel und schnell durch seine Dienstleistung bei der Planung unterstützen. Die Planung wird dabei nach Kostengruppen entsprechend DIN 276 bzw. HOAI §53 wie folgt gegliedert: KG 400 Bauwerk-Technische Anlagen • KG 440 Starkstromanlage / Anlagengruppe 4 …
Zuschlag: ComConsult GmbH, Aachen
ohne Wert
Zuschlag
3 Zuschläge, Stand 17.11.2025.
- Los 2IGE Ingenieurgesellschaft für Elektrotechnik mbH, Bornheim05.09.2024
- Los 3ComConsult GmbH, Aachen05.09.2024
- Los 1kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Köln07.11.2025
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