Tender Republic Ausschreibungen

Rahmenvereinbarung zum Anforderungsmanagement sowie zur Projektsteuerung und Qualitätssicherung für die IT-Anwendungen der wasserwirtschaftlichen Fachprozesse

Landesamt für Umwelt, MainzFrist abgelaufen

Frist (abgelaufen)
vor 748 Tagen abgelaufen
Geschätzter Wert
nicht angegeben
Verfahren
Offenes Verfahren
Ort der Leistung
Mainz · Mainz (Stadt) · Rheinland-Pfalz
Veröffentlicht
Für KMU geeignet
ja, laut Bekanntmachung
CPV
72000000 IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung

Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.

Beschreibung

Die IT-Facharchitektur der Wasserwirtschaftsverwaltung in Rheinland-Pfalz umfasst rund 30 zum Teil sehr komplexe Fachanwendungen sowie diverse Datendienste, die von über 1.600 registrierten Anwendern aus den Verwaltungsebenen der Wasserbehörden sowie zahlreichen anderen Verwaltungen, Ingenieurbüros und Institutionen aus Industrie und Lehre genutzt werden. Hinzu kommt eine große Zahl Nutzer der öffentlichen Internetanwendungen. Dieses breite Spektrum der wasserwirtschaftlichen Fachanwendungen kann nachfolgenden Schwerpunkten zusammengefasst werden: - die Kernarchitektur bestehend aus dem Fachportal DataScout, der GeoDatenArchitektur (GDA) Wasser und dem Wasserportal, einer zentralen Anwendungs-, Anwender- und Rechteverwaltung sowie Datenschnittstellen, -diensten und Funktionsmodulen. - die Fachverfahren Wasserversorgung und Abwasser DigiWab (digitales Wasserbuch), AKSWV (Anlagenkataster Wasserversorgung), eWaCent (elektronisches Wasserentnahmeentgelt), eAbwAG (elektronische Abwasserabgabenerhebung), eAbwasser (Verwaltung der Abwasseranlagen, deren Messstellen und Bescheide), in der Regel mit integrierten GIS-Instanzen, - die Melde- und Informationsdienste (Gütemeldedienst, Messdatenauskunft Wasser), - die Planungs- und Controllinganwendungen MIP-Förderung (wasserwirtschaftliche Förderung), MIP-LM (Investitionsplanung Landesmittel), LanDar (Landesdarlehen), WRRLplaner (Maßnahmensteuerung Wasserrahmenrichtlinie) und IHSM (Integriertes Hochwasser- und Starkregenmanagement), - die Internetpräsenzen wasserportal.rlp-umwelt.de, badeseen.rlp.de, wrrl.rlp.de und hochwassermanagement.rlp.de auf Basis des CMS-Systems Typo3 mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten, - die Erfassungs- bzw. Pflegeprogramme AKSMS (Messstellenverwaltung), QUIS (Informationssystem Querbauwerke), DMF (Datenmanagement Fischerei), DigiPeg (Digitales Pegelstammbuch) sowie verschiedene Auswertungs- und Analyseprogramme. Zwischen diesen Fachanwendungen bestehen zum Teil umfangreiche fachliche und technische Abhängigkeiten, die sowohl datenbankseitig als auch durch spezielle Anwendungsschnittstellen realisiert sein können. Zugleich werden viele dieser Anwendungen aufgrund von veränderten Geschäftsprozessen bzw. neuen fachlichen oder technischen Anforderungen häufig angepasst, regelmäßig weiterentwickelt, in Teilen immer wieder optimiert und ggf. im Rahmen von Neuentwicklungen konsolidiert. Mit Ausnahme der Internetpräsenzen handelt es sich bei allen Anwendungen um "Individualsoftware", die gemäß den spezifischen Anforderungen der Wasserwirtschafts-verwaltung Rheinland-Pfalz zur Unterstützung der Geschäftsprozesse eines oder mehrerer Fachbereiche konzipiert und in der Regel über externe Softwarefirmen entwickelt wurden. Alle Anwendungen sind serverseitig in Java mit einem Web Frontend unter Einsatz verschiedener GUI-Frameworks entwickelt, als Entwicklungsplattformen werden primär WebGenesis des Fraunhofer Instituts sowie teilweise Java Spring bzw. Spring Boot eingesetzt, die Datenhaltung erfolgt durchgängig in ORACLE, aktuell in der Version 19c. Die Koordinierung der Anforderungen und die Steuerung der Konzeption und Entwicklung erfolgt für alle wasserwirtschaftlichen IT-Projekte zentral durch das IT-Referat der Wasserwirtschaft im Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz. Als Grundlage erstellt das IT-Referat hierzu einen mittelfristigen Projektplan für die IT-Facharchitektur, der die wesentlichen Meilensteine der IT-Entwicklung in der Regel für einen 5-Jahres-Zeitraum umfasst. Diese Planung ist mit der Fachaufsicht im Ministerium für Klima, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) abgestimmt und bildet die Basis für die Detailplanung in den einzelnen Haushaltsjahren. Eine erforderliche Anpassungs-, Weiter- oder Neuentwicklung erfolgt regelmäßig durch beauftragte Entwicklungsfirmen auf der Grundlage von bestehenden Rahmenverträgen bzw. über öffentliche Ausschreibungen. Des Weiteren unterstützt der AG die Fachbereiche der Hydrologie und des Gewässerschutzes im LfU, im MKUEM sowie in den Struktur- und Genehmigungsdirektionen (SGDn) bei der Datenaufbereitung und Qualitätssicherung für die wiederkehrenden überregionalen Abstimmungen und Berichte, insbesondere bei der Erfüllung der EU-Berichtspflichten zu Wasserrahmenrichtlinie und Hochwasser-management-richtlinie in enger Zusammenarbeit mit der Wasserblick-Plattform der Bundesanstalt für Gewässerkunde.

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