Rahmenvereinbarung zur Anpassung, Weiterentwicklung und Betriebsunterstützung der GeoDatenArchitektur Wasser in der Wasserwirtschaftsverwaltung RLP
Landesamt für Umwelt, MainzFrist abgelaufen
- Frist (abgelaufen)
- vor 867 Tagen abgelaufen
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Offenes Verfahren
- Ort der Leistung
- Mainz · Mainz (Stadt) · Rheinland-Pfalz
- Veröffentlicht
- Für KMU geeignet
- keine Angabe des Auftraggebers
- Branche
- IT Dienstleistungen
- CPV
- 72000000 IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung
Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
Das Landesamt für Umwelt (Auftraggeber, nachfolgend AG), beabsichtigt im Wege eines offenen Verfahrens eine Rahmenvereinbarung auf Basis eines EVB-IT Erstellungsvertrages für Anpassungs- und Weiterentwicklungen sowie die laufende Betriebsunterstützung der Individualsoftware "GeoDatenArchitektur Wasser" abzuschließen. Die GeoDatenArchitektur Wasser (GDA) ist die Fachanwendung für alle webbasierten Kartenanwendungen der oberen und obersten Wasserbehörde in Rheinland-Pfalz. Die Entwicklung begann nach Ausschreibung in 2012, die Inbetriebnahme erfolgte im Sommer 2014. Seitdem wurde die GDA in mehreren Versionsschritten kontinuierlich optimiert und ausgebaut. Die Anwendungsarchitektur der GDA basiert im Wesentlichen auf den Open-Source-Technologien Spring, Hibernate, GeoServer, MapFish, MapProxy, OpenLayers sowie den JavaScript-Libraries ExtJS, GeoExt und ReactJS. Die serverseitige Applikationslogik ist in Java im sog. SHOGun-Server implementiert, als Servlet-Container wird Apache Tomcat 9 eingesetzt. Die Vektordaten und Konfigurationen der GDA werden in mehreren Datenbank-Schemas der zentralen ORACLE-Datenbank der Wasserwirtschaft verwaltet, Rasterdaten in den Verzeichnissen der GeoServer. Weiterhin läuft für die GDA ein eigener OSM-Aufbereitungsservice mit einer lokalen PostgreSQL-Datenbank, die regelmäßig OSM-Kartenlayer für das Gebiet Rheinland-Pfalz aufbereitet und generiert. Die GDA ist modular konzipiert. Über das "Master"-Modul, das nur durch die Anwendungsadministratoren genutzt werden kann, wird die zentrale Verwaltung aller Geodaten, Themen, Anwender und Gruppen sowie die Rechtesteuerung für jeden Kartenlayer abgebildet. Über das "Konfigurator"-Modul werden auf dieser zentralen Basis anwender- und anwendungsspezifische Instanzen erstellt und verwaltet. Hierbei werden der Themenbaum, die erforderlichen Werkzeuge, Zugriffsrechte und weitere Details der jeweiligen Instanz über eine komfortable Oberfläche konfiguriert. Das Konfigurator-Modul kann von jedem Anwender zur Erstellung eigener Instanzen genutzt werden. Als WebGIS-Client werden in der GDA zwei Applikationstypen bereitgestellt: - der "klassische" GDA-Client basiert auf dem JS-Framework OpenLayers in der Version 2.x mit ExtJS und GeoExt Erweiterungen. Dieser Client ist seit Einführung der GDA im Einsatz und verfügt über umfangreiche Werkzeug- und Konfigurationsmöglichkeiten sowie einen hierarchisch strukturierten Themenbaum für bis zu 200 Layer pro Instanz und ist mehrsprachig ausgelegt. - Der sog. "React"-Client wurde auf Basis von ReactJS und der OpenLayers Version 5.x als einfache und intuitiv zu nutzende GIS-Oberfläche für öffentliche Kartenanwendungen im Internet konzipiert und ist seit 2021 primär in den Auskunftssystemen der Wasserwirtschaft im Einsatz. Der "React"-Client kann mit geringen Einschränkungen auch auf mobilen Geräten genutzt werden. Das o.g. Konfigurator-Modul unterstützt sowohl den klassischen wie auch den React-Client, d.h. es werden für jeden Client automatisch die Konfigurationen erzeugt, die vom gewählten Applikationstyp im jeweils definierten Umfang genutzt werden können. Als servicebasierte Anwendung erfolgt jede Aktion im Client, die eine Transaktion mit der Middleware erfordert, über einen Webdienst. Aktuell sind in der GDA drei Typen von Diensten integriert: - Webdienste, die der SHOGun-Server mittels AJAX und (Geo)-JSON über die Middleware nativ bereitstellt. Dazu werden vor allem die Möglichkeiten des Java Spring Frameworks genutzt. - OGC-konforme Webdienste, vorrangig die Standards WMS und WFS(-T). - Funktionale Erweiterungen u.a. für den Datenimport/-export, zur Koordinatentrans-formation, zur Berechnung von Höhenpunkt und -profil sowie Wasserstands- und Abflussdaten (TIMIS, HQT-Interpolation etc.). Die Absicherung der Web-Dienste erfolgt mittels Proxy-Technologie in der GDA. Für funktionale Erweiterungen auch durch Drittfirmen steht außerdem eine Plug-in-Schnittstelle zur Verfügung, die innerhalb des Konfigurators über eine Oberfläche für die Einbindung der erforderlichen JavaScript-Aufrufe angesteuert wird. Teilweise wird hierbei auch die WPS-Schnittstelle des GeoServers mit einbezogen. Die GDA wird als GIS-Modul in zahlreichen wasserwirtschaftlichen Fachverfahren eingesetzt, u.a. zur Digitalisierung von Wasserschutzgebieten oder der Lageverortung von Anlagen und Wasserrechten. Für die Client-zu-Client-Kommunikation zwischen der GDA und anderen Fachverfahren wird die Open-Source-Bibliothek easyXDM mit einem individuell einwickelten Satz von Methoden für den Aufruf und die Interaktion mit den jeweiligen GIS-Clients eingesetzt. Die Speicherung digitalisierter Geodaten erfolgt hierbei in der Regel über WFS-T in Geotabellen der ORACLE-Datenbank. Aktuell umfasst die GDA rund 1200 Layer, von denen etwa 2/3 anwenderspezifische Daten enthalten, sowie rund 140 GIS-Instanzen, von denen etwa 40 öffentlich über das Wasserportal oder andere Webseiten der Wasserwirtschaftsverwaltung zugänglich sind. Die GDA wird regelmäßig von etwa 700 Anwendern in der oberen und unteren Wasserbehörden sowie zahlreichen Ingenieurbüros genutzt. Im Zuge der planmäßigen Weiterentwicklung wurde 2021 mit einer umfangreichen Überarbeitung der serverseitigen Architektur begonnen, um die GDA auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen und hierbei insbesondere auch Maßnahmen im Hinblick auf eine weitere Verbesserung der Performance und der Systemsicherheit einzubringen (Arbeitstitel GDA2). Hierbei wurde u.a. ein gespiegelter GeoServer für den externen Zugriff über das Internet aufgesetzt, der ausgewählte Daten für öffentliche GIS-Instanzen bereitstellt und über Synchronisationsmechanismen mit dem übrigen System abgeglichen wird. Im Zuge der Überarbeitung wurden auch die Bestandssysteme in mehrere Docker-Container überführt und für die serverseitigen Arbeiten an GDA2 eine Reihe neuer bzw. aktualisierter Technologien wie Spring Boot, KeyCloak, GraphQL und OpenAPI
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