Vorhaben: „Gentechnisch veränderte Organismen in naturnahen und natürlichen Ökosystemen“, FKZ 3524840400
Bundesamt für Naturschutz, BonnFrist abgelaufen
- Frist (abgelaufen)
- vor 780 Tagen abgelaufen
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Öffentliche Ausschreibung
- Ort der Leistung
- nicht angegeben
- Veröffentlicht
Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
In dem Vorhaben ist exemplarisch, anhand von 3 Fallbeispielen, darzustellen, welche ökologischen Auswirkungen die Etablierung einer gentechnisch veränderten Art in natürlichen Lebensräumen nach sich ziehen kann und wie solche Auswirkungen prospektiv (d.h. vor einer Zulassung) bewertet werden könnten. Für eine Bewertung ist die sogenannte „problem formulation“ (EFSA 2010) wichtig. Diese bildet den Ausgangpunkt der Risikobewertung und beschreibt wie der GVO mit den relevanten Schutzgütern interagiert und welche Risikohypothesen verfolgt werden sollen. Idealerweise leitet die „problem formulation“ auch die Methoden und Bewertungsschwellen für die einzelnen Risikohypothesen ab. Mit dem Vorhaben werden daher auch Methoden, z.B. zur Darstellung und Analyse von Ökosystemen einschließlich der verschiedenen Ebenen der Biodiversität (von Biodiversitätsindikatoren bis zum „structural equation modelling“) auf ihre Anwendbarkeit für die Risikobewertung von GV-Wildpopulationen untersucht. Dies beinhaltet auch eine Analyse, welche Daten für die einzelnen Methoden zur Verfügung stehen, wie aufwändig die Erhebung neuer Datensätzen ist und welche Unsicherheiten mit den Methoden verbunden sind. Statistische Methoden können biologische Konzepte wirkungsvoll ergänzen und tragen oft wesentlich zur Operationalisierung eines Konzeptes bei. Die konkreten Einzelheiten ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung, die Bestandteil der Vergabeunterlagen ist.