Werkvertrag für eine Desktopstudie zum Forschungsstand zu Zwangsräumungen in Deutschland
Deutsches Institut für MenschenrechteFrist abgelaufen
- Frist (abgelaufen)
- vor 1491 Tagen abgelaufen
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Ort der Leistung
- Berlin · Berlin
- Veröffentlicht
- CPV
- 73210000 Beratung im Bereich Forschung73000000 Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
Das Deutsche Institut für Menschenrechte e. V. ist die Nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands. Es trägt als unabhängige Einrichtung zur Förderung und zum Schutz der Menschenrechte in und durch Deutschland bei. Zu seinen Aufgaben gehören u. a. Politikberatung, Menschenrechtsbildung und anwendungsorientierte Forschung zu menschenrechtlichen Themen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen. Es wird vom Deutschen Bundestag finanziert. Das Institut ist zudem mit dem Monitoring der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention betraut worden und hat hierfür entsprechende Monitoring-Stellen eingerichtet. Das Institut vergibt einen Werkvertrag für eine Desktopstudie zum Forschungsstand zu Zwangsräumungen in Deutschland. Im Rahmen seiner bestehenden Themenlinie zum Recht auf Wohnen möchte sich das Institut verstärkt mit dem Thema Zwangsräumungen befassen. Dabei soll es insbesondere darum gehen, die staatlichen Pflichten bezüglich Zwangsräumungen zu beleuchten und der Praxis in Deutschland kritisch gegenüberzustellen. Zur Vorbereitung dieses Themenschwerpunkts vergeben wir diesen Werkvertrag. Räumungen stellten einen gravierenden Eingriff in die Grund- und Menschenrechte der betroffenen Personen dar, etwa dem Recht auf Wohnen oder dem Recht auf Familie. Sie sind nur unter sehr strengen Einschränkungen überhaupt legitim. Aus dem internationalen Menschenrechtssystem ergeben sich eine Reihe von Pflichten, die der Staat zu erfüllen hat. Dazu gehören u.a. ernsthafte Konsultation mit und umfassende Information der Betroffenen vor der Räumung, Zugang zu wirksamen Rechtsbehelfen, angemessener Zeitpunkt der Räumung, Schutz von Personen in vulnerablen Lebenslagen sowie Zugang zu einer angemessenen Wohnalternative. Aufgrund der sehr spärlichen Datenlage zu Zwangsräumungen ist es aktuell nicht möglich, die menschenrechtlichen Vorgaben mit der Praxis in Deutschland abzugleichen. Vor diesem Hintergrund schreibt das Institut eine Werkleistung aus, in der der aktuelle Forschungsstand auf 15-20 Seiten aufgearbeitet werden soll. Die Quellen sollen in einer (Citavi-kompatiblen) Bibliographie dokumentiert werden. Folgenden Aspekten soll sich die Recherche widmen: Ausmaß von Zwangsräumungen in Deutschland sowie weitere statistische Daten, die für das Thema relevant sein könnten Gründe /Ursachen von Zwangsräumungen Ablauf von Zwangsräumungen Folgen der Räumungen für die betroffenen Personen Wirkweise und Effektivität der Hilfesysteme Die Werkleistung besteht aus folgenden Produkten: 15-20-seitige Aufarbeitung des Forschungsstands für den internen Gebrauch, geliefert als .docx-Dokument in Formatvorlage des DIMR Bibliographie (in Citavi 6 oder Citavi-kompatibel) nach Zitierrichtlinien des Instituts Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse in kleinem Kreis am Institut (online) Werkvertrag, WV, Forschung, Desktopstudie, Zwangsräumungen, wissenschaftlich, Studie, Menschen