Wissenschaftlich-methodische Begleitung der Durchführung eines Wettbewerbs für den CSR-Preis der Bundesregierung
Bundesministerium für Arbeit und Soziales, BonnFrist abgelaufen
- Frist (abgelaufen)
- vor 839 Tagen abgelaufen
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Beschränkte Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb
- Ort der Leistung
- nicht angegeben
- Veröffentlicht
- CPV
- 79300000 Markt- und Wirtschaftsforschung; Umfragen und Statistiken79310000 Marktforschung
Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
Der CSR-Preis der Bundesregierung ist ein wesentlicher Bestandteil der CSR-Strategie der Bundesregierung und hebt gute Beispiele gesellschaftlich verantwortlichen Handelns von Unternehmen hervor. Er ist seit 2013 viermal verliehen worden, zuletzt im September 2020 unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Hubertus Heil. Seit der letzten Vergabe des CSR-Preis haben neue gesetzliche Vorgaben, wie das Lie-ferkettensorgfaltspflichtengesetz, die Bedeutung der verantwortlichen Unternehmensfüh-rung stark erhöht. Unternehmen müssen ihr Risikomanagement und andere Prozesse so ausrichten, dass ihre Lieferketten nicht die Menschenrechte verletzen oder die Umwelt schädigen. Mit dem EU-Lieferkettengesetz (Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD)) wird eine europäische Regelung erwartet, die Unternehmen dazu verpflichtet, menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken in ihrer Wertschöpfungskette zu erkennen, zu priorisieren und angemessene Präventions- und Abhilfemaßnahmen zu ergreifen. Insgesamt ist europäisch und international eine Tendenz zu immer größerer Verrechtlichung von unternehmerischen Sorgfaltspflichten zu verzeichnen, eine Dynamik, die auch neue Impulse für den UN-Treaty Prozess geben wird. Vor diesem Hintergrund fokussiert sich der Preis im Wettbewerbsdurchgang 2024/2025 darauf, wie Liefer- und Wertschöpfungsketten von Unternehmen durch Projekte und Maßnahmen in verschiedenen Themenfeldern nachhaltig gestaltet werden können. Viele deutsche Unternehmen zeigen bereits in vorbildlicher Weise und zum Teil über das gesetzlich geforderte hinaus, wie das gelingen kann. Ein nachhaltiges Liefer- und Wertschöpfungsmanagement ist für Unternehmen selbst ein Vorteil, da Wissen über Zulieferer auch zu resilienteren Lieferketten beiträgt, Herausforderungen frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen ergriffen werden können. Darüber hinaus wird durch die Einbindung von Stakeholdern wie Verbände, Zivilgesellschaft und Wissenschaft Wissen sinnvoll genutzt und Transparenz in den Lieferketten geschaffen. Im Rahmen des Wettbewerbs suchen wir Vorbilder, die auch anderen Unternehmen eine Orientierung geben, wie menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfalts-pflichten so umgesetzt werden können, dass sie einen Mehrwert für die Menschen in den Liefer- und Wertschöpfungsketten und die Unternehmen selbst generieren. Im Unterschied zu bisherigen CSR-Preisen geht es uns in diesem Durchgang nicht darum, die gesamte Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen auszuzeichnen, sondern Maßnahmen und Projekte in Themenfeldern wie faire Geschäftspraktiken, Aus- und Wei-terbildungsmöglichkeiten oder Klimaschutzmaßnahmen zu identifizieren, die andere Un-ternehmen nachahmen können. Ein Sonderpreis ist für den Themenbereich digitales Lieferkettenmanagement angedacht.