Zukunft Bau - Hindernisse des einfachen Bauens
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, BonnFrist abgelaufen
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- vor 810 Tagen abgelaufen
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- nicht angegeben
- Verfahren
- Öffentliche Ausschreibung
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- nicht angegeben
- Veröffentlicht
- CPV
- 73000000 Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
Die kontinuierliche Weiterentwicklung technischer Gebäudestandards und ordnungsrechtlicher Vorgaben führt zu immer komplexer werdenden Anforderungen an das Bauen. Angesichts der damit verbundenen Schwierigkeiten einen fehlerfreien sowie exakt kalkulierbaren Bauprozess und Gebäudebetrieb zu gewährleisten, wird seitens der am Bau beteiligten Akteure immer häufiger der Wunsch nach einem einfachen Bauen formuliert, wie es sich in der Initiative der Architektenkammern zum „Gebäudetyp-e" aber auch in den „Maßnahmen der Bundesregierung für zusätzliche Investitionen in den Bau von bezahlbarem und klimagerechtem Wohnraum und zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Bau und Immobilienwirtschaft“ äußern. Dabei sind die technischen Regelwerke wie DIN-Normen grundsätzlich nicht verbindlich, sondern dienen in erster Linie als vertragsrechtlicher Rahmen für die Umsetzung von allgemein anerkannten technischen Lösungen. Bei einer Abweichung sind die Planer*innen allerdings dazu verpflichtet, die Gleichwertigkeit alternativer Lösungen nachzuweisen. Der damit verbundene Mehraufwand und mögliche Rechtsunsicherheiten führen häufig dazu, dass die Umsetzung robuster, einfacher und vor allem suffizienzorientierter Lösungswege für einen nachhaltigen Transformationsprozess im Gebäudebereich erschwert wird. Im Kontext einer Klima- und Ressourcenschonenden Bauwende müssen die Potenziale der bereits vorhandenen gebauten Umwelt verstärkt genutzt werden. Umbauten, Erweiterungen und Sanierungen sollten die Priorität vor Neubauten haben, um weitere Flächeninanspruchnahmen zu unterbinden, die in Primärkonstruktionen gebundenen grauen Energien und Emissionen zu nutzen sowie entstehende Bauabfälle und unnötige Ressourcenströme zu reduzieren. Die Nutzung und Transformation von bestehenden Gebäuden und Infrastrukturen sowie das damit zusammenhängende zirkuläre Bauen wird allerdings durch den gegebenen, ordnungsrechtlichen Rahmen und bestehende ökonomische sowie förderrechtliche Gegebenheiten häufig erschwert. Die Initiative der Architektenkammern zur Gebäudeklasse- bzw. dem Gebäudetyp-e und die beabsichtigten Maßnahmen vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) zum einfachen, schnelleren und kostengünstigeren Bauen thematisieren diese Problematik, adressieren aber zumeist den Neubau und weniger die Nutzung des Bestands. Vor diesem Hintergrund soll das Forschungsprojekt wesentliche Hindernisse des einfachen Bauens - insbesondere für die Nutzung, Transformation und Wiederverwendung von bestehenden Bauteilen, Gebäuden und Infrastrukturen - identifizieren und mögliche Lösungswege beschreiben, die alternative Planungs- und Umsetzungsstrategien eröffnen sowie Widersprüche in Bezug auf den vorhandenen ordnungsrechtlichen Rahmen bzw. damit verknüpfte Förderrichtlinien o.ä. beseitigen. Ziel ist es, die Planung und den Betrieb von Gebäuden sowie die Umnutzung und die Transformation der bereits vorhandenen gebauten Umwelt zu vereinfachen, die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen und ihre Robustheit im Hinblick auf den Klimawandel dauerhaft zu gewährleisten.