Zukunft Bau - Klimarisikopass für Gebäude
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, BonnFrist abgelaufen
- Frist (abgelaufen)
- vor 824 Tagen abgelaufen
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Öffentliche Ausschreibung
- Ort der Leistung
- nicht angegeben
- Veröffentlicht
- CPV
- 73000000 Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
Aufgrund stetig zunehmender chronischer und akuter Extremwetterereignisse mit erheblichen Schäden für Gebäude und menschliche Gesundheit wird die Einführung eines „Klimarisikopasses“ im Gebäudebereich diskutiert, mit dem Ziel Risiken zu identifizieren und Vulnerabilität zu senken. Bevor die Einführung eines sogenannten „Klimarisikopass“ für Gebäude und Liegenschaft verbindlich eingefordert wird, ist es notwendig, eine einheitliche Methode inkl. Verfahrens- und Bewertungsregeln zu entwickeln. Diese Aufgabe ist mit Stakeholdern unterschiedlicher Art abzustimmen und baut auf der sektoralen Übersetzung der bestehenden DIN EN ISO 14091:2021-07 „Anpassung an den Klimawandel - Vulnerabilität, Auswirkungen und Risikobewertung“ für Gebäude und Liegenschaften auf. Im Bericht zur Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) wird herausgestellt, dass Klimarisiken in die bautechnische und funktionale Gestaltung oder Nachrüstung von Wohngebäuden einbezogen werden müssen. Die Bundesregierung beabsichtigt mit dem Bundes-Klimaanpassungsgesetz, eine Vorreiterrolle zu übernehmen, indem sie bundeseigene Gebäude klimaangepasster gestaltet (siehe Bundes-Klimaanpassungsgesetz, tritt in Kraft am 1. Juli 2024). Das Verfahren der Klimavulnerabilitäts- und Risikobewertung (CVRA) explizit für Gebäude ist auf globaler, europäischer oder nationaler Ebene noch nicht geregelt. Eine allgemeine Regelung besteht insb. in Form der DIN EN ISO 14091:2021-07. Gleichzeitig fordern Verordnungen, wie die EU-Taxonomie, aber auch Zertifizierungssysteme und nationale Gütesiegel und staatliche Förderprogramme CVRAs für Gebäude bzw. Immobilien. Stand heute wurden und werden Methoden entwickelt, meist durch privatwirtschaftliche Akteure, die jedoch keinen ganzheitlichen und transparenten Ansatz anbieten. Daher besteht ein dringender Bedarf, Gebäudeplanern und politischen Entscheidungsträgern eine benutzerfreundliche Methodik zur Verfügung zu stellen, um die Anfälligkeit und das Risiko von Gebäuden gegenüber Klimaauswirkungen frühzeitig zu bewerten. Ein sogenannter „Klimarisikopass“ für Immobilien könnte als mögliches Nachweisinstrument der Klimarisikoanalyse gelten. Projektziele sind: 1. Stakeholderabstimmung und Sektorale Übersetzung (Gebäude und Liegenschaft) der bestehenden DIN EN ISO 14091:2021-07 „Anpassung an den Klimawandel - Vulnerabilität, Auswirkungen und Risikobewertung“. 2. Entwicklung eines Prototyps „Klimarisikopass“ für Gebäude und Liegenschaften auf Basis von 1). 3. Handlungsempfehlungen an die Politik zu Umsetzung und Einführung, sowie Formulierung des weiteren Forschungsbedarfes.