Zukunft Bau - RV BNB 2.0 Wissenschaftliche Beratung in Spezialfragen zur Schadstoffbewertung von Bauprodukten in BNB und QNG
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, BonnFrist abgelaufen
- Frist (abgelaufen)
- vor 817 Tagen abgelaufen
- Geschätzter Wert
- nicht angegeben
- Verfahren
- Öffentliche Ausschreibung
- Ort der Leistung
- nicht angegeben
- Veröffentlicht
- CPV
- 73000000 Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
Die Vergabeunterlagen liegen auf der Plattform des Auftraggebers.
Beschreibung
Wesentliche Instrumente der Umsetzung des Leitfadens Nachhaltiges Bauen sind das darauf aufbauende Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB), das für den Bundesbau verpflichtend eingeführt wurde, und das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG), das Voraussetzung der Förderung im Wege der Nachhaltigkeitsklasse der Bundesförderung für effiziente Gebäude ist. Ein wichtiger Bestandteil des nachhaltigen Bauens und damit auch des BNB und QNG ist die Vermeidung von Schadstoffeinträgen durch Bauprodukte in Boden, Grundwasser bzw. Gewässer und Luft sowie gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Verunreinigungen der Innenraumluft oder Anreicherung in den Nahrungsketten. Insbesondere durch die QNG-Förderung zeigt sich bereits eine Sensibilisierung der Hersteller mit einem hohen Marktanteil hinsichtlich der Eignung ihrer Produkte für das schadstoffarme Bauen und für die entsprechende Nachhaltigkeitsbewertung. Die dafür erforderliche sorgfältige Auswahl und Bewertung schadstoff- und emissionsarmer Bauprodukte unterstützen die Kriterien in - QNG: Anhang 313 Schadstoffvermeidung in Baumaterialien und - BNB: 1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt anhand von über fünfzig Einzelanforderungen an Bauproduktgruppen, die im Rahmen eines Vorgängerprojektes aktualisiert (konsolidierte Version 2015) und weiterentwickelt (zukünftige Version 2.0) wurden. Mit vorliegendem Projekt sollen zum einen im Rahmen der Anwendung der zur Verfügung stehenden BNB-Kriterien und dem QNG-Kriterium (Anhang 3.1.3 Version 1.3) Spezialfragen bezüglich der Auswahl von Bauprodukten und deren Bewertung hinsichtlich ihres Schadstoffpotenzials beantwortet werden, die eine Schadstoffexpertise mit fundierten und praxisbezogenen Kenntnissen sowohl im Chemikalienrecht und in der Bauchemie als auch in der Anwendung von BNB und QNG erfordern. Die Fragestellungen der zu beantwortenden Anwendungsfälle betreffen bspw. die Zuordnung von Bauprodukten zu den relevanten Anforderungen, die Identifikation von Gefahrstoffen anhand der produktspezifischen Datenblätter und die Gewährung von berechtigten Ausnahmen aus technischen und funktionalen Gründen. In diesem Zusammenhang werden weiterführende Expertisen wie z. B. Empfehlungen von Alternativlösungen zu emissionshaltigen Spezialanwendungen, Erläuterungen der material- und anwendungstechnischen Zusammenhänge hinsichtlich des Umweltverhalten und der bau- bzw. chemikalienrechtlichen Grundlagen einzelner Bauprodukte benötigt. Zum anderen ist das noch unveröffentlichte weiterentwickelte Kriterium BNB-Version 2.0_Entwurf hinsichtlich der geänderten und neuen Anforderungen gegenüber der konsolidierten Version 2015 auf Anwendbarkeit, Praktikabilität und Angemessenheit zu evaluieren, bei Bedarf anzupassen und entsprechend der sich im Projektzeitraum ergebenden Erfordernisse durch etwaige chemikalienrechtliche Änderungen fortzuschreiben. Bei der weiterentwickelten Entwurfsfassung handelt es sich vorwiegend um Ergänzungen von bisher unberücksichtigten Bauprodukten, Anpassungen der Bewertungsniveaus. Siehe hierzu Endbericht des Vorgängerprojektes 1. Für die Umsetzung dieser Aufgaben ist der Abschluss einer Rahmenvereinbarung beabsichtigt. Die Auftraggeberin - im Folgenden „AG“ genannt - ist das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BWSB), vertreten durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Die Auftragnehmer-Seite hat durch die Rahmenvereinbarung keinen Anspruch auf ein bestimmtes Auftragsvolumen. Die Beauftragung der Leistungen erfolgt nach Bedarf.